Am heutigen Vormittag ereignete sich in Mayen eine Szene, wie sie selbst langjährige Anwohner nach eigenen Aussagen „noch nie zuvor erlebt“ haben. Im Mittelpunkt des Vorfalls steht ein Pkw, der auf einem Privatparkplatz unmittelbar vor der Berufsbildenden Schule Mayen abgestellt wurde.
Der Parkplatz dient normalerweise ausschließlich den Mitarbeitenden der Volksbank sowie Angestellten der Deutschen Post. Doch genau daraus wurde heute offenbar nichts: Der gesamte Bereich wurde durch das Fahrzeug der 18-jährigen Schülerin Lena Hilt blockiert. Die Situation sorgte bereits in den frühen Morgenstunden für erhebliche Unruhe. Mitarbeitende standen ratlos vor den belegten Stellflächen, während sich erste Schülerinnen und Schüler neugierig um den Ort des Geschehens versammelten.
Lena Hilt selbst äußerte sich bislang wenig einsichtig zu dem Vorfall. „Ist mir doch egal, was die von mir denken. Ich parke sicherlich nicht am Viehmarktplatz“, erklärte die Schülerin gegenüber unserer Redaktion. Diese Aussage schlug besonders bei Mitarbeitenden der Volksbank hohe Wellen. Beobachter sprechen bereits von einer „antipostalistischen Grundhaltung“, die sich im Umfeld der Schule rasend schnell verbreitet habe. Auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler bekamen die Aussage mit und reagierten teilweise geschockt.
Laut Angaben der Polizei wurde der Vorfall zunächst durch einen Mitarbeiter der Volksbank gemeldet. Gegen 13:00 Uhr trafen schließlich erste Fachkräfte am Einsatzort ein. Zeitweise wurde sogar über eine Abschleppung des Fahrzeugs nachgedacht. Wie sich jedoch kurze Zeit später herausstellte, erschien Lena Hilt überraschend pünktlich an ihrem Fahrzeug und konnte eine vollständige Eskalation der Situation verhindern. Dennoch droht der 18-Jährigen nun ein Bußgeld von bis zu 800 Euro.
Ob ihr Minijob die finanziellen Folgen in den kommenden Monaten auffangen kann, bleibt derzeit unklar. Fest steht jedoch: Für das tägliche Brot dürfte das Geld nun deutlich knapper werden. Auch Gertrude, Besitzerin eines nahegelegenen Imbisses, zeigte sich tief erschüttert über die Ereignisse. „Ah uh Ah uh. Sowas hätte ich nie erwartet“, erklärte sie sichtlich betroffen.
Nach ersten Informationen kam infolge der blockierten Stellflächen rund ein Mitarbeiter bis zu einer Stunde zu spät zur Arbeit. Ihm droht nun offenbar eine Gehaltskürzung von bis zu 200 Euro.
Die Ermittlungen dauern an.