Mayen erlebt aktuell erneut eine mittelschwere gesellschaftliche Krise. Nachdem wochenlang lediglich über Schlaglöcher, die Parkplatzsituation beim Rewe und einen entlaufenen Pfau diskutiert wurde, richtet sich die Aufmerksamkeit der gesamten Region nun auf den Tolli Park. Der Grund: die neuen Mitarbeitenden.
Parkleiterin Tanja Mertes sprach jetzt erstmals öffentlich über die personellen Veränderungen im traditionsreichen 2.000-Quadratmeter-Freizeitpark – und löste damit in Mayen Zustände aus, die Beobachter bereits als „emotionale Vollkatastrophe mit Facebook-Kommentaren“ beschreiben.
Besonders im Mittelpunkt steht der 18-jährige Med-Fluencer Maik Diederich. Der Social-Media-Nachwuchsstar, bekannt für medizinisches Halbwissen, Red-Bull-Dosen in Krankenhausgröße und tägliche Storys aus dem Netto, wagt nun den Schritt in die Arbeitswelt.
Insider berichten, dass sich Diederich zuletzt in einer finanziellen Schieflage befunden habe. Verantwortlich dafür seien unter anderem ein „gesundheitlich bedenklicher Cheeseburger-Konsum“, spontane Onlinebestellungen um drei Uhr nachts sowie ein geplanter „Italy Summer Era“-Urlaub, den er seit Wochen auf seinen sozialen Netzwerken ankündigt, obwohl bislang lediglich ein Ryanair-Tab geöffnet wurde.
„Irgendwann musste das Geld halt mal reinkommen“, erklärte ein anonymer Bekannter des Influencers. Tatsächlich soll Maik in den vergangenen Monaten mehrfach versucht haben, im DM mit Payback-Punkten zu bezahlen.
Die Reaktionen auf seine Einstellung fallen im Park gemischt aus. Hausmeister Leon Merkler zeigte sich bereits am ersten Arbeitstag irritiert: „Bah, ist der etwa geschminkt?“ Augenzeugen berichten außerdem, dass Leon nach dieser Aussage ganze sieben Minuten regungslos vor einem Energy-Drink-Automaten stand, um „das Ganze erstmal zu verarbeiten“.
Auch Alex, langjähriger Teilzeitmitarbeiter und selbst ernannter „Alpha des Autoscooters“, äußerte Bedenken: „Er soll mir nur nicht zu nahe kommen.“ Wovor genau Alex Angst hat, bleibt bislang unklar. Experten vermuten allerdings, dass Maiks Hautpflege-Routine im direkten Vergleich zu starken Verunsicherungen geführt haben könnte.
Dabei scheint Maik seine Aufgaben überraschend ernst zu nehmen. Laut mehreren Quellen habe er bereits am zweiten Arbeitstag drei Kinder aus einer Rutsche gezogen, einen Waffelteig gerettet und einer Mutter erklärt, warum ein Slush-Eis bei 14 Grad Außentemperatur „körperlich vielleicht keine gute Idee“ sei.
Besonders begeistert zeigt sich dagegen Samuel Kruchen, der innerhalb des Parks als „inoffizieller Kulturbeauftragter für Gossip und Skinny Jeans“ gilt. In einer inzwischen viel diskutierten Twitter-Nachricht schrieb er: „Wir brauchen mehr Twinks in diesem verödeten Park.“
Der Beitrag erhielt innerhalb weniger Stunden 47 Likes, zwei Drohungen und einen Kommentar von einer älteren Frau aus Mendig mit der Frage: „Was ist ein Twink und kann man das einfrieren?“
Tanja Mertes selbst bleibt währenddessen bemerkenswert entspannt. In einem Interview sagte sie: „Mir egal, was er am Wochenende lutscht oder leckt. Hauptsache, wir haben genug Mitarbeiter.“ Eine Aussage, die inzwischen auf mehreren Fanpages zitiert und vermutlich bald auf T-Shirts gedruckt wird.
Doch Maik Diederich könnte erst der Anfang sein.
Denn hinter den Kulissen hält sich hartnäckig das Gerücht, dass auch Lina Merling kurz vor einer Bewerbung beim Tolli Park stehen soll. Laut Insidern wurde sie zuletzt mehrfach in der Nähe des Parks gesehen – allerdings hauptsächlich rauchend und mit einem Eiskaffee in der Hand.
„Ich denke, ich bewerbe mich“, sollen ihre letzten bekannten Worte gewesen sein, bevor sie wieder für vier Stunden verschwunden sei.
Wirtschaftsexperten der Verbraucherzentrale beobachteten die Entwicklung bereits mit Sorge. Demnach gebe Lina auffällig viel Geld für Kippen, Tattoos und Lippenaufspritzen aus. Ein Analyst beschrieb ihre finanzielle Situation als „optisch luxuriös, praktisch katastrophal“.
Auch optisch könnte Lina frischen Wind in den Freizeitpark bringen. Während der Tolli Park bislang vor allem für klebrige Tische und depressive Maskottchen bekannt war, könnte sich das Ambiente nun erstmals in Richtung „Kirmes trifft Berlin-Friedrichshain“ entwickeln.
Ob die beiden langfristig im Unternehmen bleiben werden, ist allerdings fraglich. Mitarbeitende berichten bereits jetzt von emotionalen Spannungen, überforderten Eltern und einer mysterösen Wolke aus Vanilla-Vape und Red Bull im Pausenraum.
Fest steht jedoch: Mayen hat endlich wieder Gesprächsstoff. Und irgendwo zwischen Autoscooter, Zuckerwatte und finanzieller Selbstzerstörung beginnt vielleicht gerade die größte Ära, die der Tolli Park je gesehen hat.